Let´s go Myanmar – Titelblatt – Ngwe Saung Beach

Let´s go Myanmar – Titelblatt – Ngwe Saung Beach

Ein wunderschöner erholsamer Tag am paradiesischen Ngwe Saung Strand in Myanmar geht genauso wie unsere Reise langsam dem Ende zu. Ich muss wieder an daheim denken und an unser jährliches Projekt – einen Foto-Kalender für das nächste Jahr. Ich frage Taku, ob er eine Idee für das Foto fürs Titelblatt hat und erzähle ihm meine. Heute ist es bewölkt, darum ist Taku mit dem Licht zum Fotografieren nicht zufrieden. Trotzdem kann ich ihn überreden, dass er versucht meinen in den Sand geschriebenen Titel zu fotografieren.
Nach getaner Arbeit beschließen wir den Strand so lange in den Norden entlang zu gehen bis wir zum Ort Ngwe Saung gelangen. Bis jetzt sind wir dorthin nur über die etwas im Landesinneren gelegene Straße gefahren.
Während wir spazieren lassen wir die Stationen und Erlebnisse unserer Reise Revue passieren. Wir reden und reden, gehen und gehen, vergessen ganz die Zeit. Plötzlich fragen wir uns, ob wir den Ort vom Strand aus überhaupt erkennen können oder ob er zu weit im Landesinneren liegt und wir schon zu weit gegangen sein könnten. Vor allem liegt das letzte Strand-Hotel schon etwas hinter uns und nach dem Strand gibt es nur mehr Palmen und Büsche. Wir beschließen, noch ein kleines Stückchen weiter zu schauen. Nach kurzer Zeit stehen unter den Palmen einige kleine Bambus-Hütten. Davor tollen Kinder herum und spielen mit angeschwemmtem Müll. Wir gehen näher und Taku fotografiert die Kinder. Da er ihnen am Display auch immer wieder die Fotos zeigt, werden unterschiedliche Gruppen fürs Foto gebildet, neue Kinder herbei gerufen und sogar Kunststücke aufgeführt.

Kinder in Myanmar
Aus dem Dach eines Hauses etwas weiter hinten tauchen plötzlich Köpfe auf – was ziemlich lustig aussieht. Sie winken uns und wir winken natürlich zurück. Kurz darauf läuft ein Jugendlicher mit kurzer, schmutziger Hose auf uns zu. Er grüßt und erklärt uns auf Englisch, dass sie gerade das Dach erneuern, da bald die Regensaison kommt. Da erkennen wir ihn wieder: unser Kellner vom Abendessen am Vorabend in Ngwe Saung! Da er erstaunlich gut Englisch spricht, haben wir uns gestern lange unterhalten und einen sehr interessanten Einblick in sein Leben bekommen. So ein Zufall, dass wir ihn jetzt treffen und die Hütte sehen, in der er wohnt und von der er schon erzählt hat. Er stellt uns aus der Kindermenge, die wir gerade fotografiert haben, seine Geschwister vor sowie seinen Zwillingsbruder mit dem er gerade das Dach ausbessert. Außerdem erklärt er uns, dass wir einfach durch seine Siedlung gehen müssen, um zur Straße des Ortes zu gelangen, wo wir gestern gegessen haben und ihn zum ersten Mal gesehen haben.
Neugierig gehen wir durch die Siedlung, in der wohl die meisten Einwohner von Ngwe Saung wohnen. Es sind sehr einfache Hütten ohne Strom und fließendem Wasser, die sorgfältig in Stand gehalten werden. Meist ist es ein einziger Raum, der von vielen Leuten bewohnt wird. Vereinzelt gibt es sogar kleine Vorgärten mit Blumen und Gemüse, die liebevoll gepflegt werden.
Vielleicht würde ein Europäer trotzdem Slum dazu sagen, aber mit dem Wissen, dass hier die einfache Bevölkerung lebt, sieht man es mit ganz anderen Augen!

Dorf in Myanmar
Das gerade Gesehene berührt uns tief. Mit dem Besuch seiner Siedlung wird uns ein sehr prägender Satz „unseres Kellners“ vollkommen bewusst:
Obwohl die große Stadt Yangon viel mehr zu bieten hat, findet er es dort ganz schrecklich, weil es so furchtbar laut ist und es viel zu viele Menschen gibt.

Was gibt es auch schöneres, als direkt am Strand zu wohnen und täglich nur mit dem Rauschen des Meeres einzuschlafen?

 

Myanmar-fine-art-photography

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