Let´s go Myanmar – Juni – Buddha im Tempel

Let´s go Myanmar – Juni – Buddha im Tempel

Im Herzen des Tempelsstepmap-karte-myanmar-reiseziele2-1372454

Juni-Bild: Buddha im Yadana-Man-Aung-Tempel in Nyaungshwe am Inle Lake

Takus Wecker läutet um 5:30, weil er im Morgenlicht Fotos machen möchte. Es ist noch sehr dunkel und eigentlich würde ich gerne weiterschlafen. Aber ich denke daran, dass wir gestern Früh schon so viel erlebt haben. Ich möchte nichts verpassen und stehe auf, um Taku zu begleiten.

Es ist 6:30 und auf den Straßen von Nyaungshwe ist sehr viel los. Wir sehen an allen Ecken Teestuben – die meisten zum 1. Mal, weil sie wohl nur früh am Morgen geöffnet haben. Bei einigen Essensmöglichkeiten sitzen an flexibel aufgebauten Tischen mit Bänken so viele Leute beim Frühstück, dass gar kein Platz für weitere Besucher bleibt. Wir schauen einem kleinen Jungen länger zu, der chinesisches Brot formt und in einem großen Wok am Feuer frittiert. Das müssen wir unbedingt kosten und kaufen es deshalb, obwohl wir in unserer Unterkunft sowieso ein Frühstück bekommen.

Uns fällt auf, dass viele Leute mit Essen zum größten Tempel in der Stadt gehen, aber denken uns noch nichts dabei. Wir gehen weiter zum Markt, wo auch reges Treiben herrscht. Wir sind fasziniert von dem vielen Essensangebot, den vielen Besuchern und den extrem schnellen Verkäuferinnen.

Am Rückweg zu unserer Unterkunft treffen wir Mönche die mit ihren Spendentöpfen hintereinander gehen. Taku will sie fotografieren und wir folgen ihnen ein Stückchen. Als sie im Tempel verschwinden, denken wir, dass sie ihren Spendengang durch die Stadt beendet haben und wieder zurück sind. Als wir am Eingang des Tempels vorbei gehen, sehen wir unglaublich viele Schuhe davor stehen. Wir schauen uns mit demselben Gedanken an: „Da muss etwas los sein!“. Wir erhöhen die Schuhanzahl vor dem Tempel und gehen neugierig hinein. Und wirklich: Bereits die Vorhöfe des Tempels sind komplett voll mit Leuten, die alle am Rand stehen. Kurz nachdem wir durch den Eingang gekommen sind, beginnt Musik zu spielen. Wir sind durch reinen Zufall genau rechtzeitig zum Beginn einer Feier zum heutigen Neujahrstag gekommen! Aus dem Inneren des Tempels kommt eine scheinbar nicht endend wollende Reihe von Mönchen heraus. Sie gehen eine Runde um das Innere des Tempels vorbei an allen Leuten, die ihnen Spenden geben. Meistens wird Essen gespendet – sehr viel Reis, aber auch Obst, Schokoriegel oder Getränke – und manche spenden auch Geld.

Monk

Vor den Tempelbesuchern ist öfters ein riesiger Berg an Essen aufgestapelt, denn man braucht schon einiges, um in jeden der vielen Töpfe den die Mönche vor sich tragen etwas hineingeben zu können. Während die ersten Mönche bereits einmal im Kreis um den Tempel gegangen sind, kommen noch immer neue aus dem Tempel nach. Und als die Reihe aller Mönche doch zu Ende ist, folgen ihnen Nonnen.

Female_monk

Taku hat natürlich gleich nach dem Betreten des Tempels sein Fotoequipment ausgepackt und ist sehr froh, dass er auch sein Stativ dabei hat. Ich kann das ganze Geschehen in Ruhe beobachten und entdecke dabei auch ein Filmteam. Der Kameramann hat viele Assistenten, die entweder das Objektiv wechseln, ein Stativ aufbauen, das Equipments nachtragen, über das Geschehen informieren und beraten von wo er aufnehmen soll. Da bekomme ich fast ein schlechtes Gewissen, aber Taku versichert mir, dass er meine Hilfe nicht braucht. Der Sprecher des Filmteams aus London hat im Moment genauso wenig zu tun wie ich. Er plaudert kurz mit mir und bietet mir Samosa an, die ich dankend annehme, da mir auch schon der Magen knurrt.

Als die Zeremonie vorbei ist, verschwinden die vielen Besucher schlagartig aus dem Tempel. Taku nimmt sich Zeit, um weiter zu fotografieren.

Zuerst fragt er einen Musikspieler, ob er ihn fotografieren darf. Dieser ist so geehrt ist, dass er sein Musikinstrument gleich nochmal ansetzt.

trumped

Jetzt haben wir auch die Gelegenheit weiter in den Tempel hinein zu gehen. Es gibt wie die vier Vorhöfe vier Innenräume. Von einem kann man das Herzstück des Tempels betrachten: einen zirka 5 Meter hohen Buddha:

buddha

Wir sind dankbar, dass wir zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und diese imposante Neujahrszeremonie miterleben durften. Es hat sich heute wirklich ausgezahlt so früh aufzustehen! Morgenstund hat Gold im Mund 🙂

Für alle die den bisherigen Myanmar-Blog verpasst haben gibts hier den Link dazu:

Myanmar-Blog

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